Soziales & Bildung

Ausbildung als Sozialassistent/in

Der Einstieg in soziale Berufe: Du unterstützt Familien, Kinder und pflegebedürftige Menschen im Alltag.

Dauer
2 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.100 €
Vergütung 2. Jahr
1.180 €
Abschluss bei
Berufsfachschule

Das machst du in der Ausbildung

  • Im Haushalt und bei der Betreuung unterstützen
  • Freizeitangebote begleiten
  • Mahlzeiten vorbereiten und Pflege unterstützen
  • Fachkräfte bei ihrer Arbeit entlasten
  • Beobachtungen dokumentieren

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Sozialassistent/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.100 € / Monat

entspricht 13.200 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.180 € / Monat

entspricht 14.160 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

27.360 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.400–2.900 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Sozialassistent/in?

Du unterstützt Familien, Kinder und pflegebedürftige Menschen im Alltag, oft dort, wo mehrere helfende Hände gebraucht werden. In Familien hilfst du im Haushalt und bei der Betreuung, zum Beispiel wenn ein Elternteil krank ist oder mehrere kleine Kinder gleichzeitig versorgt werden müssen. Du begleitest Freizeitangebote, bereitest Mahlzeiten vor und unterstützt bei pflegerischen Aufgaben, etwa in einer Pflegeeinrichtung. Dabei entlastest du ausgebildete Fachkräfte wie Erzieher oder Pflegefachpersonen und übernimmst einfachere, aber wichtige Aufgaben. Deine Beobachtungen zum Verhalten oder Zustand der betreuten Personen hältst du schriftlich fest, damit die Fachkräfte informiert sind.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist schulisch organisiert, nicht dual: Der theoretische Unterricht findet an einer Berufsfachschule statt, ergänzt durch mehrere Praxisphasen in Kitas, Familien oder Pflegeeinrichtungen. Im ersten Jahr stehen Grundlagen aus Pädagogik, Pflege und Hauswirtschaft im Mittelpunkt, im zweiten Jahr vertiefst du diese Inhalte in längeren Praktika. Ob und in welcher Höhe es während der Praxisphasen eine Vergütung gibt, hängt vom Bundesland und der jeweiligen Einrichtung ab, an manchen Schulen fällt stattdessen Schulgeld an. Am Ende steht eine schulische Abschlussprüfung.

Passt der Beruf zu dir?

Hilfsbereitschaft und Geduld sind zentral, weil du oft mit Menschen arbeitest, die auf Unterstützung angewiesen sind, seien es kleine Kinder oder ältere, pflegebedürftige Personen. Zuverlässigkeit ist wichtig, denn andere verlassen sich auf dich, wenn du Aufgaben in Betreuung oder Pflege übernimmst. Teamgeist hilft dir im Zusammenspiel mit den Fachkräften, die du unterstützt. Der Alltag kann körperlich und emotional fordernd sein, etwa beim Umgang mit kranken oder traurigen Menschen, das solltest du vorher für dich abwägen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung werden für die beiden Ausbildungsjahre teils Werte um 1.100 und 1.180 Euro brutto im Monat genannt, meist als Praktikumsvergütung während der Praxisphasen. Da die Ausbildung schulisch und nicht dual organisiert ist, gibt es keine einheitliche Ausbildungsvergütung wie in dualen Berufen, die Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Schulträger deutlich. Informiere dich vorher direkt bei der jeweiligen Schule, wie es dort konkret gehandhabt wird.

Nach der Ausbildung

Mit dem Abschluss steigst du orientierungsweise mit 2.400 bis 2.900 Euro brutto im Monat ein, etwa als Assistenzkraft in Kita oder Pflegeeinrichtung. Für viele ist der Abschluss aber vor allem ein Sprungbrett: Er berechtigt häufig zum Einstieg in die Ausbildung zum Erzieher, zum Pflegefachmann oder zum Heilerziehungspfleger, oft sogar verkürzt. Wer sich langfristig im sozialen Bereich sieht, nutzt den Sozialassistenten häufig als ersten Schritt zu einer dieser weiterführenden Ausbildungen.

Gut zu wissen

Weil die Ausbildung schulisch ist, brauchst du anders als bei dualen Berufen keinen Ausbildungsbetrieb, sondern bewirbst dich direkt an einer Berufsfachschule. Verwandte Berufe wie Kinderpfleger oder Pflegefachassistent unterscheiden sich je nach Bundesland teils nur im Namen. Wer sich unsicher ist, ob Kinder- oder Pflegebereich besser passt, bekommt durch die breiten Praktika einen guten Überblick, bevor er sich später spezialisiert.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Hilfsbereitschaft
  • • Geduld
  • • Zuverlässigkeit
  • • Teamgeist

Wichtige Schulfächer

  • • Deutsch
  • • Biologie
  • • Hauswirtschaft

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Familien
  • Kita
  • Pflegeeinrichtung

Nach der Ausbildung

  • Ausbildung zum/zur Erzieher/in
  • Pflegefachmann/-frau
  • Heilerziehungspfleger/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Sozialassistent/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Sozialassistent/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.100 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.180 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 27.360 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Biologie und Hauswirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Hilfsbereitschaft, Geduld, Zuverlässigkeit und Teamgeist.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Ausbildung zum/zur Erzieher/in, Pflegefachmann/-frau oder Heilerziehungspfleger/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 2.900 Euro brutto im Monat.

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