Das machst du in der Ausbildung
- Kinder bei Essen, Pflege und Ruhezeiten begleiten
- Spiel- und Bewegungsangebote durchführen
- Beim Gestalten des Tagesablaufs mitwirken
- Beobachtungen an das Team weitergeben
- Räume und Materialien vorbereiten
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kinderpfleger/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.800 € im Jahr
entspricht 14.640 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
28.440 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.000 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Kinderpfleger?
Du begleitest Kinder im Krippen- und Kindergartenalter durch ihren Tag. Du unterstützt sie beim Essen, beim Anziehen und bei der Körperpflege, achtest auf Ruhezeiten und sorgst für einen geregelten Ablauf. Du planst und führst Spiel- und Bewegungsangebote durch, singst, bastelst oder gehst mit den Kindern nach draußen, und wirkst mit daran, wie der Tagesablauf in der Gruppe gestaltet wird. Deine Beobachtungen zur Entwicklung einzelner Kinder gibst du an das pädagogische Team weiter, das die Erziehungsarbeit leitet. Zusätzlich bereitest du Räume und Materialien vor, damit die Angebote reibungslos laufen. Du arbeitest dabei eng mit Erzieherinnen und Erziehern zusammen und übernimmst unterstützende Aufgaben in der Betreuung, nicht die alleinige pädagogische Verantwortung für die Gruppe.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 24 Monate, also zwei Jahre, und findet an einer Berufsfachschule statt – sie ist damit anders organisiert als eine klassische duale Ausbildung im Betrieb. Der Unterricht an der Schule wird durch Praktika in Kitas oder Krippen ergänzt, in denen du das Gelernte direkt anwendest. Im ersten Jahr stehen pädagogische und entwicklungspsychologische Grundlagen sowie erste Praxiseinsätze im Vordergrund, im zweiten Jahr vertiefst du dich in Themen wie Sprachförderung, Ernährung und den Umgang mit besonderen Situationen. Am Ende steht eine schulische Abschlussprüfung. Wer möchte, kann danach die Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin anschließen und damit die volle pädagogische Fachkraftqualifikation erwerben.
Passt der Beruf zu dir?
Geduld ist wichtig, weil Kinder ihre eigene Zeit brauchen, ob beim Anziehen oder beim Lernen neuer Fähigkeiten. Freude an Kindern sollte selbstverständlich sein, denn du verbringst den Großteil deines Arbeitstags mit ihnen. Zuverlässigkeit ist entscheidend, weil Eltern und Kolleginnen sich darauf verlassen, dass du pünktlich da bist und Absprachen einhältst. Da du im Team arbeitest, brauchst du Teamgeist und die Bereitschaft, dich mit anderen abzustimmen. In der Schule sind Deutsch für die Kommunikation mit Kindern und Eltern, Biologie für entwicklungsbezogene Themen, und Musik oder Kunst für kreative Angebote hilfreich.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierungswerte gelten etwa 1.150 Euro im ersten und 1.220 Euro im zweiten Ausbildungsjahr brutto im Monat. Weil es sich um eine schulische Ausbildung handelt, ist eine Vergütung nicht überall automatisch geregelt: Sie hängt stark davon ab, ob die Ausbildung praxisintegriert mit Vertrag bei einem Träger läuft oder rein schulisch organisiert ist, und unterscheidet sich je nach Bundesland und Schule. Erkundige dich vorab genau, wie die Ausbildung an deiner Wunschschule finanziert wird und ob eine Vergütung gezahlt wird.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto im Monat, je nach Träger und Region. Gearbeitet wird in Kitas, Krippen oder auch bei Familien, etwa als Tagespflegeperson. Wer sich weiterentwickeln will, kann die Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin anschließen, sich als Fachkraft für Krippenpädagogik spezialisieren oder den Fachwirt für Erziehungswesen erwerben und damit auch Leitungsaufgaben übernehmen.
Gut zu wissen
Der Beruf ist emotional fordernd und verlangt viel Aufmerksamkeit, weil du gleichzeitig mehrere Kinder im Blick behalten musst. Krankheiten der Kinder, laute Umgebungen und ein durchgetakteter Tagesablauf gehören zum Alltag dazu. Da die Ausbildung schulisch organisiert ist, unterscheidet sie sich in Struktur und Bezahlung deutlich von einer dualen Ausbildung – informiere dich deshalb vorab genau bei der jeweiligen Schule. Dafür bietet der Beruf einen direkten, oft sehr persönlichen Kontakt zu Kindern und ist ein guter Einstieg, wenn du später als Erzieherin oder Erzieher arbeiten möchtest.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Geduld
- • Freude an Kindern
- • Zuverlässigkeit
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Deutsch
- • Biologie
- • Musik/Kunst
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Kita
- Krippe
- Familien
Nach der Ausbildung
- Ausbildung zum/zur Erzieher/in
- Fachkraft für Krippenpädagogik
- Fachwirt/in Erziehungswesen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kinderpfleger/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kinderpfleger/in?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.150 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.220 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 28.440 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Biologie und Musik/Kunst. Mitbringen solltest du vor allem Geduld, Freude an Kindern, Zuverlässigkeit und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Ausbildung zum/zur Erzieher/in, Fachkraft für Krippenpädagogik oder Fachwirt/in Erziehungswesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto im Monat.