Das machst du in der Ausbildung
- Kunden bedienen und beraten
- Ware verräumen und Regale pflegen
- Kassiervorgänge abwickeln
- Preise auszeichnen und Bestände prüfen
- Reklamationen entgegennehmen
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Verkäufer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.008 € im Jahr
entspricht 14.340 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
27.348 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.200–2.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Verkäufer/in?
Im Verkaufsraum bist du die Person, mit der Kundinnen und Kunden direkten Kontakt haben: Du berätst zu Produkten, hilfst beim Finden der richtigen Größe oder Variante und beantwortest Fragen zu Preisen und Angeboten. Ein großer Teil deiner Arbeit findet auch abseits der Beratung statt: Ware verräumen, Regale auffüllen und ordentlich halten, damit sich Kundinnen und Kunden zurechtfinden. An der Kasse wickelst du Zahlungen ab, egal ob bar oder mit Karte, und behältst dabei den Überblick, auch wenn eine Schlange entsteht. Du zeichnest Preise aus, kontrollierst Bestände und meldest, wenn etwas nachbestellt werden muss. Kommt es zu einer Reklamation, weil ein Artikel defekt ist oder nicht passt, nimmst du sie freundlich entgegen und findest eine Lösung im Sinne des Geschäfts und der Kundschaft.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 24 Monate, also zwei Jahre, und ist damit kürzer als viele andere kaufmännische Ausbildungen. Sie ist dual aufgebaut, im Wechsel zwischen dem Handelsbetrieb und der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen im Verkauf, im Umgang mit der Kasse und in der Warenpräsentation. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Kundenberatung, Bestandskontrolle und den Umgang mit Reklamationen und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung während des ersten Jahres überprüft den bisherigen Lernstand. Weil die Ausbildung zum/zur Verkäufer/in als erste Stufe der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel gilt, kannst du dich direkt im Anschluss um ein drittes Jahr bewerben und den umfassenderen Abschluss erwerben, statt die Ausbildung mit dem Verkäufer-Abschluss zu beenden.
Passt der Beruf zu dir?
Freundlichkeit ist die Grundvoraussetzung, denn du hast den ganzen Tag über direkten Kontakt zu Kundinnen und Kunden, auch wenn nicht jeder gute Laune hat. Zuverlässigkeit ist wichtig, weil auf dich Verlass sein muss, etwa bei der Kassenabrechnung oder wenn Kolleginnen und Kollegen sich auf dich verlassen, dass Regale rechtzeitig aufgefüllt sind. Ausdauer brauchst du, weil du viele Stunden am Stück stehst und läufst. Teamarbeit ist ebenfalls gefragt, denn im Einzelhandel funktioniert wenig ohne gute Absprache im Team, etwa bei der Schichtplanung oder in stoßigen Zeiten wie vor Feiertagen. Wer wenig Geduld mit Kundenkontakt hat oder lieber allein arbeitet, sollte sich den Beruf gut überlegen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.084 Euro im 1. Lehrjahr und 1.195 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der IHK-Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.200 und 2.800 Euro brutto im Monat, je nach Branche und Region. Die meisten Verkäufer/innen hängen direkt das dritte Jahr zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel an, weil sich damit bessere Aufstiegschancen und ein höheres Gehalt ergeben. Mit weiterer Erfahrung ist eine Weiterbildung zum/zur Handelsfachwirt/in möglich, mit der du Führungsaufgaben im Handel übernehmen kannst, oder eine Position als Substitut/in, also als Vertretung der Geschäfts- oder Abteilungsleitung.
Gut zu wissen
Der Beruf bedeutet häufig Schichtarbeit, Samstagsarbeit und in manchen Branchen auch verkaufsoffene Sonntage. Langes Stehen gehört zum Alltag, ebenso das Heben von Kartons beim Verräumen der Ware. Wer diese Bedingungen kennt, bekommt dafür einen Einstieg in den Handel, der sich mit dem dritten Ausbildungsjahr zu einer vollwertigen kaufmännischen Qualifikation ausbauen lässt.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Freundlichkeit
- • Zuverlässigkeit
- • Ausdauer
- • Teamarbeit
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Deutsch
- • Wirtschaft
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Verkaufsraum
- Kasse
- Lager
Nach der Ausbildung
- Drittes Jahr zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel
- Handelsfachwirt/in
- Substitut/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Verkäufer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Verkäufer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.084 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.195 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 27.348 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Teamarbeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Drittes Jahr zum/zur Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Handelsfachwirt/in oder Substitut/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.200 und 2.800 Euro brutto im Monat.